Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Predigt: Vom Bibelfrust zur Bibellust (2 Tim 3,14-17)

Samstag 19. Mai 2012 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Predigt: Vom Bibelfrust zur Bibellust (2 Tim 3,14-17)

„Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und worin du gewiss geworden bist, da du weißt, von wem du gelernt hast und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, die dich weise machen können zum Heil in Christus Jesus. Sie alle sind gottgehaucht und voll nützlicher Lehre. Sie überführen von der Sünde, sie führen auf den richtigen Weg und sie erziehen zu einem Leben nach Gottes Willen. So wird der Mensch Gottes für jedes gute Werk zugerüstet“ (2 Tim 3,14-17).

Der zweite Brief des Apostels Paulus an Timotheus ist ein testamentarisches Vermächtnis. Wenn man weiterliest in Kap. 4, kommen sehr ernste Töne. Hier spricht Paulus davon: „Ich werde schon geopfert. Die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen“ (4,6). Und dann kann man sich gut denken, dass das, was er jetzt sagt, testamentarischen Charakter trägt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht zum Himmelfahrtsfest (Eph 4,10)

Mittwoch 16. Mai 2012 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Andacht zum Himmelfahrtsfest (Eph 4,10)

“Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.” (Eph 4, 10)

Unsere herrlichen christlichen Feste sind lebendige Zeugen. Sie stehen da in der Gemeinde Gottes als Pfeiler der Wahrheit, die seit Jahrhunderten den Stürmen des Unglaubens getrotzt haben. Jesus Christus, der gekreuzigte, auferstandene und erhöhte Heiland ist es, von dem unsere Feste zeugen. Heute beugt sich seine streitende Gemeinde mit der triumphierenden Gemeinde vor ihm, dem Herrn der Herrlichkeit, der vom Vater mit Preis und Ehre gekrönt ist. Wieviel haben wir ihm zu danken! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Herausforderung Internetpornografie

Dienstag 15. Mai 2012 von Institut für Ethik und Werte


Institut für Ethik und Werte

1. Was ist Internetpornografie?

Was ist Pornografie?

Das aus dem Altgriechischen abgeleitete Kunstwort „Pornografie“ bedeutet wörtlich: „unzüchtige Darstellung“. „pornae“ ist die Dirne, die Hure, „pornos“ ist der Hurer, der Unzüchtige, „porneia“ die Unzucht, Hurerei , „graphein“ meint soviel wie schreiben, beschreiben. Nach heutigem Sprachgebrauch ist Pornografie „die direkte Darstellung der menschlichen Sexualität oder des Sexualaktes mit dem Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen“. Den ganzen Beitrag lesen.

Kategorie: Sexualethik

Homosexualitätsdebatte, Weisheit und die Zukunft unserer Kirche

Donnerstag 10. Mai 2012 von Pfr. Gunther Geipel


Pfr. Gunther Geipel

„Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.“  Ps 36,10

1. Einführung: Verlust oder Gewinn?

Grundsätzliches als konkrete Hilfe in der Homosexualitätsdebatte

Nach der Veröffentlichung meines Aufsatzes „Homosexualität und Pfarrhaus“ sind als Ergebnis vielerlei Gespräche, Zuschriften, Literaturempfehlungen und eigener Weiterarbeit am Thema die folgenden vertiefenden und weiterführenden Gedanken entstanden.

Es sind dies zunächst sehr grundsätzliche erkenntnis- und kommunikationstheoretische, philosophisch-theologische, rechtsphilosophische und ekklesiologische  Überlegungen, die dann aber zu sehr konkreten Schlussfolgerungen führen.[1] Wenn ich mich dabei als „juristischer Laie“ auch zu Rechtsfragen äußere, dann mehr im Sinne eines grundlegenden Andenkens und aus der Kenntnis theologisch-philosophisch-juristischer Schnittstellen und kulturgeschichtlicher Entwicklungen heraus als aufgrund einer profunden juristischen Detailkenntnis.

Als wichtiger Schlüssel für eine positive Wendung der Homosexualitätsdebatte sollen kategorial-differenzierende Lösungen vorgestellt werden. Dabei geht es um Dinge wie die Unterscheidung von Menschenwürde und beruflicher Eignung, von subjektivem Erleben und objektiven Folgen; oder auch wie die Diskussion in unserer Landeskirche um den sog. „status confessionis“, in der m.E. ein Begriff mit zwei unterschiedlichen Verständnisweisen bzw. kategorialen Zuordnungen ungeklärt benutzt wird und dadurch lediglich eine Scheinlösung entsteht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik

Bischof Bedford-Strohm für Öffnung zum Islam

Montag 7. Mai 2012 von Medrum


Medrum

Bischof Bedford-Strohm für Öffnung zum Islam

Wertschätzende Haltung für den Islam “auch theologisch geboten”

Wie die Nürnberger Nachrichten berichteten, hat sich der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm für eine Öffnung der Christen zum Islam ausgesprochen.

Bedform-Strohm meint, Christen sollen eine größere Bereitschaft zeigen, sich gegenüber den Lehren des Islam zu öffnen, heißt es in einem Artikel von Michael Kasperowitisch, der Anfang Mai in den Nürnberger Nachrichten erschienen ist. Laut Nürnberger Nachrichten stellte Bedform-Strohm bei einer Tagung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg ein interreligiöses Konzept vor. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik

Predigt: Vom Herrschen und Dienen. (Markus 10,35-45)

Sonntag 6. Mai 2012 von Pastor Jens Motschmann


Pastor Jens Motschmann

Predigt: Vom Herrschen und Dienen. (Markus 10,35-45)

“Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sprachen: Meister, wir wollen, dass du für uns tust, um was wir dich bitten werden. 36 Er sprach zu ihnen: Was wollt ihr, dass ich für euch tue? 37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, dass wir sitzen einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deiner Herrlichkeit. 38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder euch taufen lassen mit der Taufe, mit der ich getauft werde? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Leben und Sterben unter dem neuen Präimplantationsgesetz

Donnerstag 3. Mai 2012 von Dr. Joerg Michel


Dr. Joerg Michel

Leben und Sterben
unter dem neuen Präimplantationsgesetz

Dieser Artikel beschreibt die Situation kurz nach dem Beschluß des Deutschen Bundestages im Juli 2011, per Gesetz die genetische Untersuchung von künstlich befruchteten Eizellen zu erlauben. Es handelt sich um eine Momentaufnahme, die sich der Kritik des Gesetzes widmet und einen kurzen Überblick über die wichtigsten Bedenken bieten soll.

Die Hoffnung auf ein gesundes Kind entspricht dem natürlichen Wunsch der Eltern. Die moderne Medizin stellt dabei ein Methodenarsenal bereit, welches diesem Wunsch dienlich sein soll. Jenen Eltern, die bereits ein Kind mit schwerer Behinderung haben, scheint bei einem weiteren Kinderwunsch durch die Präimplantationsdiagnostik eine Methode zur Verfügung zu stehen, die vor einem „Wieder­holungsrisiko“ zu schützen scheint. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik

M. Luther, Aufruhr um des Wortes Gottes willen

Montag 30. April 2012 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Du zeigst also deutlich, daß du den äußeren Frieden, die Ruhe des Fleisches, für weit wertvoller hältst als den Glauben, das Gewissen, die Seligkeit, das Wort Gottes und die Ehre Christi, ja, als Gott selbst. … Meinst du, der einzige zu sein, dem der Aufruhr ans Herz greift? Auch wir sind nicht von Stein oder von marpesischem Marmor. Doch es kann nun einmal nicht anders sein. Darum wollen wir lieber jetzt, der Gnade Gottes froh, um der Wahrheit willen, die mit unbeugsamen Mut unbestechlich und fest behauptet werden muß, schwere zeitliche Unruhe als dereinst, dem Zorn Gottes ausgeliefert, unerträgliche Pein und ewigen Unfrieden leiden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

Stellungnahme zur Frühjahrstagung 2012 der 26. Landessynode der EVLKS

Sonntag 29. April 2012 von Dr. Joerg Michel


Dr. Joerg Michel

In der Frühjahrstagung der 26. Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens vom 20.-23. April 2012 hat die Synode zu dem umstrittenen § 39 des EKD-Pfarrdienstgesetzes Stellung bezogen. Dabei wurde ein Ergänzungsgesetz zum Pfarrdienstgesetz verabschiedet. In dieses wurde ein Passus integriert, der den § 39 des Pfarrdienstrechts der EKD so auslegt, daß „Pfarrerinnen und Pfarrer [...] auch in ihrer Lebensführung in Ehe und Familie ihrem Auftrag verpflichtet“ sind. Ein Zusammenleben von Pfarrerinnen und Pfarrern in homosexuellen Partnerschaften in sächsischen Pfarrhäusern ist somit dem Grundsatz dieses Gesetzes nach nicht intendiert. Jedoch gibt es auf der Grundlage des Kirchenleitungsbeschlusses vom 21. Januar2012 in seelsorgerlichen Ausnahmefällen Einzelerlaubnisse für homosexuelle Partnerschaften, die das Zusammenleben im Pfarrhaus gestattet, wenn sie in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft leben. Die Synode hat beide Vorgehensweisen in ihrer Erklärung (zu § 39 des EKD-Pfarrdienstgesetzes und zum Beschluß der Kirchenleitung vom 21. Januar 2012) bestätigt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Sexualethik

Betreuungsgeld – fabrizierte Meinung vs. Sachargumente

Samstag 28. April 2012 von Stefan Fuchs


Stefan Fuchs

Die Betreuungsgeldiskussion bestätigt eine alte Einsicht Joseph A. Schumpeters: Für das politische Geschäft entscheidend ist der von Führungscliquen „fabrizierte” Wille, der über die Medien vermittelt das veröffentlichte Meinungsklima dominiert. Gerade prototypisch zeigen dies Politbaromter-Umfragen zum Betreuungsgeld: Aktuell sprechen sich nur noch 34 Prozent der Befragten für diese Leistung aus, während es im November 2011 noch 43 Prozent waren. Die „Debatte der letzten Wochen” habe die Zustimmung „weiter reduziert” schließen daraus die Demoskopen. Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, wäre es den Gegnern des Betreuungsgeldes gelungen, das familienpolitische Meinungsklima um 180® zu drehen: In einer großen repräsentativen Bevölkerungsumfrage befürworteten 2003 noch 82 Prozent (!) der Befragten eine „finanzielle Unterstützung” für Mütter oder Väter, die für die Erziehung ihrer kleinen Kinder ihre Berufstätigkeit zeitweise aufgeben – nichts anderes ist das Betreuungsgeld (in diesem Fall geht es um ein- und zweijährige Kinder). Gleichzeitig unterstützten auch 81 Prozent mehr „Tagesbetreuung von Kindern unter drei Jahren” – die Bevölkerung wünschte also mehr Wahlmöglichkeiten in der Kinderbetreuung. Die Aussagekraft solcher Befunde ist begrenzt, solange die Befragten einfach „Mehr” fordern können, ohne zwischen Alternativen entscheiden zu müssen. Die Forscher erfragten deshalb auch die Prioritäten: An erster Stelle nannte eine große Mehrheit finanzielle Verbesserungen; nur ganze 10% wünschten sich ausschließlich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik