Montag 8. Februar 2010 von Pfr. Dr. Eberhard Troeger
Pfr. Dr. Eberhard Troeger
Der Griff des Islam nach Europa
1. Bei der Beschäftigung mit dem „Griff des Islam nach Europa“ dürfen wir nicht übersehen: Der Islam hat ein Programm für Europa, und zwar nicht nur ein religiöses, sondern auch ein gesellschaftspolitisches und wirtschaftliches Programm. Die Europäer haben weitgehend noch nicht verstanden, dass der Islam eine umfassende, fast totalitär zu nennende Lebensordnung ist. In diesem Sinne definierte der Islamrat für Europa 1980 in London in einer Erklärung den Islam folgendermaßen: „Der Islam ist ein Glaube, eine Lebensweise und eine Bewegung zur Aufrichtung der islamischen Ordnung in der Welt.“ Universal Islamic Declaration, veröffentlicht am 28.4.1980 in der islamischen Zeitschrift New Horizon in London, deutsche Übersetzung abgedruckt im Materialdienst der Ev. Zentralstelle für Weltanschauungs-fragen der EKD Nr.7 Stuttgart, 1.7.1980, S. 181-184. Hier wird klar ausgedrückt, dass der Griff des Islam nach Europa nicht nur religiös, sondern auch politisch zu verstehen ist. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen
Freitag 5. Februar 2010 von Pastor Heinrich Kemner
Pastor Heinrich Kemner
Gogarten oder der Kampf gegen die Eitelkeit
In den schwersten aller Konflikte geriet ich aufgrund einer charakterlichen Schwäche, mit der der Herr nun offensichtlich einmal fertig werden wollte, so kräftig stieß er mich darauf: es war eine kleine, aber nicht unwirksame Eitelkeit. Sie führte mich an den Rand einer Selbsttäuschung, die meinem Leben eine völlig andere Wendung zu geben im Begriff war.
Während meines Studiums hatte mich neben Karl Barth besonders auch Gogarten beeindruckt. So versuchte ich nach dem Kriege mit letzterem neue theologische Kontakte aufzunehmen. Aus der Lektüre seiner Schriften glaubte ich schließen zu dürfen, dass er den modernen Menschen in seiner Denknot verstehe und ihn nun so abzuholen und anzusprechen suche, dass es zu einer Begegnung mit der zentralen Mitte des Evangeliums komme. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Allgemein, Theologie
Dienstag 2. Februar 2010 von Prediger Oliver Ahlfeld
Prediger Oliver Ahlfeld
„Starke Mitarbeiter–Starke Gemeinden“
1 Probleme über Probleme?
Die große Aufgabe der christlichen Gemeinden scheint sich verlagert zu haben: Ein Stück weg von der Praxis des Glaubens, die in der Gemeinde ihren Ort, mehr noch, ihr „Zuhause“ findet, hin zu einer funktionierenden „Maschinerie der Problemlösung“. Wenn ich auf Reisen in Gemeinden unterwegs bin, sind es immer wieder die gleichen Dinge, die mir zu Ohren kommen: Es gibt zu wenig Mitarbeiter, die Jungen und die Alten streiten sich, man hat kein Geld, keine Motivation oder keine Lust auf Veränderungen und Grabenkämpfe und Überlastung prägen den Gemeindealltag mehr, als sie sollten.
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Kategorie: Buchempfehlungen, Gemeinde
Montag 1. Februar 2010 von Martin Luther
Martin Luther
Das Turmerlebnis
Inzwischen war ich schon in diesem Jahr zum Psalter zurückgekehrt, um ihn von neuem auszulegen. Ich vertraute darauf, dass ich nun geübter sei, nachdem ich die Briefe des Sankt Paulus an die Römer und an die Galater und den Hebräerbrief in den Vorlesungen behandelt hatte. Es war gewiss wunderbar, von welchem glühenden Eifer ich ergriffen worden war, Paulus im Brief an die Römer kennenzulernen, aber mir hatte bis dahin nicht die Kälte des Herzens im Wege gestanden, sondern ein einziges Wort, das im ersten Kapitel steht (1,17): Die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm (Evangelium) offenbar. Denn ich hasste dieses Wort “Gerechtigkeit Gottes”, weil ich durch den Brauch und die Gewohnheit aller Doktoren gelehrt worden war, es von der sogenannten formalen oder aktiven Gerechtigkeit her zu verstehen, durch die Gott gerecht ist und die Sünder und die Ungerechten straft. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Theologie
Freitag 29. Januar 2010 von Dr. med. Christl R. Vonholdt
Mehrere Parteien im Deutschen Bundestag (Bündnis 90/Die Grünen, SPD, Die Linke) haben einen Antrag zur Änderung des Grundgesetzes gestellt: Artikel 3, Absatz 3 soll um das Merkmal „sexuelle Identität“ wie folgt ergänzt werden: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner sexuellen Identität, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Vorgeschlagene Ergänzung kursiv.) In den Anträgen umfaßt die „sexuelle Identität“ „Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, transsexuelle und intersexuelle Menschen“.(1) Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik
Freitag 29. Januar 2010 von Europenews
Mag. Christian Zeitz
Die EU-Grundrechteagentur und der Kampf gegen die Diskriminierung
2007 wurde mit Ratsbeschluss der EU die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte FRA (Fundamental Rights Agency) errichtet. Sitz dieser Einrichtung ist Wien. Die FRA ist als unmittelbare Nachfolgeorganisation der Europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) konzipiert, deren Agenden sie unmittelbar übernahm und um einen pointierten Erweiterungsauftrag ergänzte. Dies betrifft sowohl das inhaltliche Betätigungsfeld als auch die Einsatzmethode. Den ganzen Beitrag lesen.
Kategorie: Gesellschaft / Politik
Donnerstag 28. Januar 2010 von Dr. Hans-Peter Raddatz
Dr. Hans-Peter Raddatz
Expertise zur Verkettung Minarett-Moschee-Scharia als politischer Machtbasis des Islam
Nachdem Anfang 2008 die für eine Volksbefragung erforderliche Zahl von Unterschriften erreicht wurde, hat die „Schweizer Volksinitiative gegen den Bau von Minaretten“ das nachfolgende Gutachten in Auftrag gegeben, um ihren entsprechenden Antrag beim Schweizer Parlament sachlich zu unterlegen.
Eine Expertise über die Bedeutung des Minaretts erschien der Initiative umso dringlicher, als sich die bisherige Diskussion – auch als „Dialog mit dem Islam“ bekannt – bei weiter laufender, islamischer Zuwanderung ideologisch stark belastet und sachlichen Begründungen weitgehend unzugänglich gezeigt hat. Dabei gehört es zu den Eigenheiten dieser Dialogform, daß viele ihrer Vertreter zwar aus den verschiedensten Institutionen kommen – Parteien, Justiz, Kirchen, Medien etc. – aber ohne staatlichen Auftrag handeln. Bisher hat man es bei diesem rechtlich ungeklärten Status belassen, gleichwohl der Öffentlichkeit den Eindruck suggeriert, in ihrem „wohlverstandenen Interesse“ zu handeln. Den ganzen Beitrag lesen.
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen
Dienstag 26. Januar 2010 von Prof. Dr. Reinhard Slenczka
Prof. Dr. Reinhard Slenczka
Abfall im Protestantismus
Seit Jahren werden von zahlreichen Leitungsgremien protestantischer Kirchen in Europa und in Amerika unter dem Druck gesellschaftspolitischer Gruppierungen und politischer Bewegungen Beschlüsse gefasst und Erklärungen abgegeben, ohne dass es dafür eine Begründung im Wort Gottes und in den Bekenntnissen der christlichen Kirche gibt. In den meisten Fällen geschieht das sogar in offenem Widerspruch zum klaren Zeugnis der Heiligen Schrift. Vor allem geht es dabei um das Verhältnis von Mann und Frau sowie um den Bereich von Ehe und Familie. Auch von einer Befreiung oder Emanzipation von Fremdbestimmung und – vermeintlich religiösen – Zwängen ist die Rede. Das steht unter einer behaupteten Autonomie des modernen Menschen nach der Aufklärung, und unter Berufung auf Menschenrechte soll jedermann das Recht haben, selbstbestimmt so zu leben und zu handeln, wie es seinen Wünschen und Trieben entspricht. Dies geschieht in dem Glauben, dass alle Menschen in gleicher Weise Vernunft besitzen und dementsprechend handeln und sich verhalten. Den ganzen Beitrag lesen.
Kategorie: Christentum weltweit, Kirche, Theologie
Montag 25. Januar 2010 von Evangelischer Aufbruch in Deutschland
Interview mit Dr. Benjamin W. Bull, Vizepräsident des Alliance Defense Fund
Seit vielen Jahren tritt der amerikanische „Alliance Defense Fund“ (ADF) für das Recht auf freie Religionsausübung von Christen ein, wie es inzwischen auch in der westlichen Welt immer größeren Einschränkungen unterliegt. Der ADF beläßt es dabei nicht bei bloßen Stellungnahmen und Appellen. Vielmehr unterstützt er Christen aktiv bei der Wahrnehmung ihrer Rechte – in Amerika und immer mehr auch weltweit. Dr. Benjamin W. Bull, mit dem wir das folgende Gespräch geführt haben, ist Vizepräsident des ADF und zugleich der Leiter von dessen internationaler Abteilung. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit, Interview
Samstag 23. Januar 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Immer mehr Paare leben ohne Trauschein zusammen: Allein zwischen 1996 und 2007 ist die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften (NEL) in Deutschland um rund ein Drittel gestiegen, während die der Ehepaare um rund 5 Prozent zurückging (1). Noch tiefgreifender als in der amtlichen Statistik stellt sich der Lebensformenwandel aus der Perspektive individueller Lebensverläufe dar: Während in der älteren Generation der 1940 Geborenen nur 3 Prozent bis zu ihrem 30. Lebensjahr einmal in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelebt hatten, waren es unter den 1960 geborenen Deutschen schon fast ein Drittel. In der jüngeren Generation setzt sich dieser Trend fort: Unter Dreißigjährige leben mittlerweile häufiger unverheiratet als in einer Ehe zusammen (2). Innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten ist das unverheiratete Zusammenleben für jüngere Paare von der Ausnahme zum Normalfall in Partnerschaftsbiographien und die Heirat ohne vorheriges Zusammenleben von der Regel zur Ausnahme geworden. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik