Freitag 3. September 2010 von Administrator
Interview der Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung mit Henryk M. Broder: „Sarrazin spricht aus, was andere ahnen“ (29.08.10) 
Kennen Sie Thilo Sarrazin eigentlich persönlich?
Henryk M. Broder: Ja, mein Eindruck war: Er ist ein kluger, zivilisierter, nachdenklicher Mensch, der in der Tat gerne seine Meinungen pointiert zuspitzt. Ein durchaus positiver Eindruck.
Ist es nicht merkwürdig, dass sich alle Welt seit Tagen über ein Buch aufregt, das erst ab heute zu kaufen sein wird? Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik
Mittwoch 18. August 2010 von Dr. Rudolf Ehmann
Dr. med. Rudolf Ehmann
Die lebenzerstörende Wirkung der Antibabypille Teil I
(Anmerkung des Administrators: Heute vor 50 Jahren, am 18.8.1960, wurde die Antibabypille zum Verkauf freigegeben)
Überblick und geschichtlicher Rückblick
1. Zur Bezeichnung Antibabypille
Carl Djerassi gilt mit einem gewissen (1) Recht als »Vater der Pille«. Jahrzehnte nach seiner Erfindung und Patentanmeldung hat er Nachforschungen darüber angestellt, wie es eigentlich zur Bezeichnung »Antibabypille« gekommen ist. Er mag diese Titulierung überhaupt nicht und bevorzugt statt dessen die Bezeichnung »Probabypille«, weil ihm an Wunschkindern gelegen ist.(2) Dieser Beitrag will deutlich machen, in welch erschreckend wörtlicher Weise die Bezeichnung »Antibabypille« tatsächlich zutreffend ist. Denn das »Anti« im Sinne der griechischen Wortbedeutung »gegen« beinhaltete von Anfang an nicht nur die Lebensverhinderung sondern auch die Lebensvernichtung. Dies ist deshalb so nachdrücklich zu betonen, weil es nie an – leider erfolgreichen – Versuchen mangelte, die der Pille ganz grundsätzlich innewohnende Potenz zur Lebensvernichtung kleinzureden, zu ignorieren oder auch zu leugnen. Dem gegenüber muß man sich der Tatsache stellen, daß diese Potenz sämtlichen Verhütungspillen eigen ist: Sie unterscheiden sich lediglich im Ausmaß der Embryonenzerstörung. Aus diesem ethisch schlimmen Sachverhalt gibt es kein Entkommen, denn er gilt in doppelter Hinsicht für alle Pillen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik, Sexualethik
Mittwoch 18. August 2010 von Dr. Rudolf Ehmann
Dr. Rudolf Ehmann
Die lebenzerstörende Wirkung der Antibabypille Teil II
C) Die Folgen von Verhütungsmitteln für Gesellschaft und Staat – das Gemeinwesen als drittes Opfer hormonaler Kontrazeption
1. Ermöglichung der demographischen Katastrophe
Im Jahr 1954 hatten die klinischen Versuche mit Enovid, der ersten Pille, begonnen. Die Feministin und Sponsorin dieser Experimente, Katherine McCormick, schrieb in einem Brief an Margret Sanger, sie könne es »in Boston für die Pille frierend« kaum erwarten, daß Gregory Pincus und John Rock es endlich schaffen würden, den »alten Teufel, die weibliche Fruchtbarkeit« niederzuringen.(87) Diese makabre Hoffnung McCormicks auf einen endgültigen Sieg über die natürliche Fruchtbarkeit der Frau hat sich in unerhörter Weise realisiert – mit der Folge, daß die Industrienationen aufgrund der Pille einen in Friedenszeiten nie dagewesenen Geburtenrückgang erlebten. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik, Sexualethik
Samstag 3. Juli 2010 von Medrum
Pille und Abtreibung gefährden Wachstum und Wohlstand. Prognos Deutschland Report 2035 vorgestellt: schwierige Zeiten auf Grund ungünstiger demografischer Entwicklung. Die Prognos AG hat am Freitag ihren “Deutschland Report 2035″ präsentiert. Den Deutschen wird aufgrund der demographischen Entwicklung eine ungünstige Entwicklung vorhergesagt. Seit Einführung der Anti-Baby-Pille hat sich die Zahl der Lebendgeborenen in Deutschland auf die Hälfte reduziert. Zudem werden in Deutschland allein nach den offiziellen Meldestatistiken über 100.000 Kinder abgetrieben (nach Expertenschätzung bis zu 200.000). Die nichtgeborenen Kinder fehlen den Deutschen auch für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik, Lebensrecht
Montag 14. Juni 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.
Produktiv altern: Utopische Altersbilder, reale Arbeitnehmer und konzeptionslose Sozialpolitiker
Alt ist man nicht, alt wird man gemacht. So lautet die Quintessenz eines in der veröffentlichten Meinung populären modernen Altersbildes. Im Focus dieses neuen Altersparadigmas stehen nicht mehr die Defizite, sondern die Potentiale des Alters. Gesellschaftliches Ideal ist die „Generation Silber“: „Menschen von 65 oder 75 Jahren, die so auftreten und so aktiv wie gesund sind, als wären sie zehn oder 20 Jahre jünger“. Für diese „jungen Alten“ markiere das gesetzliche Renteneintrittsalter längst nicht mehr den Zeitpunkt, an dem die „Produktivkraft“ erschöpft sei, sondern die „Pforte zu einer Phase neuer Aktivität“ im „dritten Lebensalter“ (1). Angesichts der „Plastizität“ des Alters dürfe nicht mehr länger mit ihm ein Verlust an Flexibilität und Kreativität assoziiert werden. Aufgrund einer alternden Gesellschaft einen Verlust an Innovationsfähigkeit und sozialer Dynamik zu erwarten, sei deshalb „handfeste Altersdiskriminierung“ (2). Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik
Dienstag 18. Mai 2010 von Administrator
Demografischer Wandel – ein Problem?
Prof. Dr. Klaus Meyer zu Uptrup
Es fehlt an Ingenieuren, es fehlen qualifizierte Fachkräfte – klagt die Wirtschaft. Da stimmt was nicht in unserem Bildungssystem – sagt die Politik. In einer Schule ein Aushang zum »Girls-Day« (»Mädchen-Zukunftstag«): »Mädchen, wählt naturwissenschaftliche Fächer! Werdet Ingenieure!« Sind die Renten sicher? Ja, sie sind sicher, wird uns versichert. Das Rentenalter wird auf 67 Jahre erhöht. Läuft das nicht auf eine Rentenkürzung hinaus? Gespenstisch ist das Unwort vom »sozialverträglichen Ableben« aufgetaucht.
Man redet vom »demografischen Problem«. Das klingt so, als müsse man etwas tun, um es zu lösen. Aber was ist das für ein Problem? Ein politisches? Ein wirtschaftliches? Ein geistiges? Ein ideologisches? Darf man es so weiter laufen lassen? – Wie betrifft uns das persönlich? Als Gesellschaft? Als »Demos« (Volk) unserer Demokratie? Was muss anders werden? Bei uns persönlich? Politisch? Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik
Mittwoch 21. April 2010 von Prof. Dr. Herwig Birg
Die demographische Zeitenwende – Ursachen und Konsequenzen für Deutschland und Europa
In der internationalen wissenschaftlichen Fachdemographie gibt es seit den 90iger Jahren des 20. Jahrhunderts ein allgemein anerkanntes Forschungsergebnis über die demographische Entwicklung in der Zukunft, das trotz seiner gravierenden Folgen für die kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung aller Länder in der allgemeinen Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet blieb: Im 21. Jahrhundert wird das seit Jahrtausenden währende Wachstum der Weltbevölkerung enden und um das Jahr 2070 in die neue Phase der Weltbevölkerungsschrumpfung übergehen. Der Übergang vollzieht sich in jedem der 180 Länder der Welt auf ähnliche Weise, unterschiedlich sind der Zeitpunkt, die Geschwindigkeit und die Dauer des Übergangs. In den hochentwickelten Ländern ereignete sich der Übergang um mehrere Jahrzehnte früher als in den weniger entwickelten. Einige der ärmsten Länder werden wahrscheinlich auch noch im 22. Jahrhundert Bevölkerungszuwächse durch Geburtenüberschüsse verzeichnen [1,2]. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Gesellschaft / Politik
Dienstag 6. April 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.
Verantwortete Elternschaft und Egoismus -
Die Hauptursachen von erstem und zweiten „Demographischen Übergang”
Das wirksamste Verhütungsmittel ist der Kapitalismus. Musterbeispiele hierfür sind die neuen Industrieländer in Ostasien (Südkorea, Singapur u. a.): Parallel zur ihrem wirtschaftlichen Aufstieg brach die Geburtenrate (TFR) von etwa 6 Kindern (1950-55) auf 1,0-1,6 Kinder pro Frau zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein (1). Im Zuge des Wandels von agrarischen zu (post)industriellen Gesellschaften sinken die Geburtenraten weltweit sukzessive unter den Generationenersatz von zwei Kindern pro Frau (2). Das Ende des jahrtausendelangen Wachstums der Weltbevölkerung ist deshalb vor der Mitte dieses Jahrhunderts absehbar (3). Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Ehe u. Familie
Freitag 19. Februar 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.
Journalisten, Künstler, Politiker, Sozialwissenschaftler: Berufe, in denen Kinderlosigkeit besonders häufig vorkommt
Die familienpolitische Debatte dreht sich seit langem um eine Kunstfigur: Die berufliche erfolgreiche Akademikerin (1). Sie verkörpert einerseits den Erfolg der Frauenemanzipation (aufgeklärt, unabhängig etc.) und andererseits den negativen demographischen Trend zur steigenden Kinderlosigkeit. Als der entscheidende Grund für ihren Verzicht auf Kinder gilt die mangelnde Vereinbarkeit von Erwerbsberuf und Familie: Dies nicht nur, weil „mit steigender Bildung auf immer mehr Lohn und Gehalt verzichtet werden muss, sondern auch ein Stück weit auf Selbstverwirklichung, soziale Anerkennung und Lebensfreude. Aus diesem Grund blieben Akademikerinnen in Deutschland häufiger kinderlos als formal geringer qualifizierte Frauen. Um höher qualifizierten Frauen die Entscheidung für Kinder zu ermöglichen, seien sie von „ihrer Erziehungsverantwortung zu entlasten und ihnen dadurch mehr Raum für die eigene Berufstätigkeit zu geben”(2). Praktisch bedeutet dies, dass Kinder von klein auf außerhalb der Familie in Institutionen zu versorgen sind. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie, Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik
Freitag 8. Januar 2010 von Prof. Dr. Herwig Birg
Steigt die Geburtenziffer? Eine Rezension
1. Existiert das zu erklärende Phänomen überhaupt?
Seit mehr als einem halben Jahrhundert wird von der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen in nahezu allen Ländern der Welt die gleiche Beobachtung gemacht: Die Geburtenrate eines Landes ist um so niedriger, je höher sein Entwicklungsstand ist und je rascher sich Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickeln. Zur Bezeichnung dieses nur auf den ersten Blick unplausiblen Phänomens habe ich in meinem Buch „Die demographische Zeitenwende“ (2001) den Begriff „demographisch-ökonomisches Paradoxon“ eingeführt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Demographie