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Archiv für die 'Ehe u. Familie' Kategorie

Staatserziehung und Trennungen – Was die Umdeutung von Familie kostet

Mittwoch 25. August 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Staatserziehung und Trennungen – Was die Umdeutung von Familie kostet

Hat die Familie als Lebensform ausgedient? Dies fragen sich nachdenkliche Zeitgenossen angesichts ernüchternder statistischer Befunde: Geburtenbaisse, steigende Kinderlosigkeit, Heiratsmüdigkeit und immer mehr Single-Haushalte. Allein im Haushalt leben nicht nur – wie früher üblich – verwitwete ältere Menschen, sondern auch immer mehr Erwachsene im klassischen Familienalter zwischen 30 und 40 Jahren. Nicht wenige dieser Alleinwohnenden haben einen außerhalb ihres Haushalts lebenden Partner. Dieses „Living apart together“ steht – so die Auskunft von Soziologen – für ein „verändertes Partnerschaftsideal, das stärker auf Autonomie setzt“. Institutionelle Vorgaben wie die lebenslange Ehe hätten an Bedeutung verloren, so dass man „freier entscheiden kann, wie man leben will“. Familie wandele sich: Sie sei heute „nicht mehr so stark auf den Haushalt beschränkt“ und habe „zunehmend den Charakter von sozialen Netzwerken“. Neben der „klassischen Kernfamilie hätten „sich viele andere Lebensformen etabliert“. Familie verliere deswegen nicht an Bedeutung, sondern „gewinne an Vielfalt“ (1). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Höchstrichterliche Lyrik – Konstruierte Familien statt Schutz der Ehe

Mittwoch 21. Juli 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Das Bundesverfassungsgericht revolutioniert die Verfassungsordnung: Es sei „verfassungsrechtlich nicht begründbar, aus dem besonderen Schutz der Ehe abzuleiten, dass andere Lebensgemeinschaften im Abstand zur Ehe auszugestalten und mit geringeren Rechten zu versehen sind“, befanden die obersten Richter im Sommer 2009. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner in der Hinterbliebenenversorgung im öffentlichen Dienst ungleich zu behandeln, verstoße deshalb gegen den allgemeinen Gleichheitssatz der Verfassung. Um eine Privilegierung der Ehe zu rechtfertigen, bedürfe es eines „hinreichend gewichtigen Sachgrundes“. Als ein solcher Grund galt bisher die Erziehung von Kindern. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Christa Meves, Offener Brief an Erzbischof Marx

Samstag 15. Mai 2010 von Christa Meves


Christa Meves

Hochverehrter Herr Erzbischof Marx,

die Anti-Baby-Pille unter dem Aufjauchzen der Zuhörerinnen als einen Höhepunkt des ökumenischen Kirchentages ausgerechnet im Münchner Dom Zu Unserer Lieben Frau als “ein Geschenk Gottes” zu bezeichnen – wie das Frau Ex-Bischöfin Margot Käßmann zustande brachte – ist eine unfassliche Beleidigung des christlichen Glaubens und ein skandalöser Affront gegen die katholische Kirche. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik

Ehe früher und heute: Ideal und Wirklichkeit

Freitag 23. April 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Ehe früher und heute: Ideal und Wirklichkeit

„Dieselben Teens und Twens, die eine Jugend lang die kühle Masche übten” verwandelten sich bei der Hochzeit „in reine Romeos und Julias” wunderte sich 1968 der SPIEGEL. In einer „Epoche schock- und popfroher Jugend” drängten damals mehr Paare als je „mit Frack und Claque, in Samt und Seide – vor Standesbeamte und Traualtare. Zahlreiche junge Paare heirateten damals schon während des Studiums und selbst minderjährige Brautleute waren keine Seltenheit. Seit 1950 war das durchschnittliche Heiratsalter von 28,1 auf 26 Jahre (Männer) bzw. von 25,4 auf 23,6 Jahre (Frauen) gesunken. Schon in der Altersgruppe der 20-29-Jährigen waren etwa zwei Drittel der Frauen und fast die Hälfte der Männer verheiratet: „Junggesellen” über dreißig und erst recht ältere ledige Frauen („alte Jungfern”) erweckten Argwohn oder Mitleid (1). Im Rückblick auf diese Zeit sprechen Soziologen vom „Golden Age of Marriage”. Historisch betrachtet sei die damalige Selbstverständlichkeit von Ehe und Familie eine der „Restauration” der 1950er Jahre und dem „Wirtschaftswunder” geschuldete einzigartige „Ausnahmesituation” (2). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie

Tagung des Familiennetzwerks

Donnerstag 8. April 2010 von Administrator


tagung2010_355x305Das Geheimnis erfolgreicher Bildung-
Kindererziehung als Schlüsselfaktor
Tagung in Düsseldorf 11.-13.6.2010

Politik und Gesellschaft haben Bildung als das Schlüsselthema für die Zukunft ausgemacht. Möglichst früh sollen Kinder auf Bildung vorbereitet und gleichzeitig an „lebenslanges Lernen“ gewöhnt werden. Angesichts der rasend schnellen Veränderungen insbesondere in der Wirtschaft sollen dadurch Menschen zu herausragenden Innovationsleistungen und zum souveränen Umgang mit rasch wechselnden Herausforderungen motiviert werden.

Gleichzeitig nehmen die Klagen zu, dass das Leistungsniveau an den Schulen sinkt, eine zunehmende Zahl von Schülern ohne Abschluss abgeht, ein Heer von Jugendlichen nur noch mit Nachhilfe das Klassenziel erreicht und sich darüber hinaus Verhaltensauffälligkeiten wie ADHS, Depressionen und Gewaltbereitschaft häufen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Verantwortete Elternschaft und Egoismus

Dienstag 6. April 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Verantwortete Elternschaft und Egoismus -
Die Hauptursachen von erstem und zweiten „Demographischen Übergang”

Das wirksamste Verhütungsmittel ist der Kapitalismus. Musterbeispiele hierfür sind die neuen Industrieländer in Ostasien (Südkorea, Singapur u. a.): Parallel zur ihrem wirtschaftlichen Aufstieg brach die Geburtenrate (TFR) von etwa 6 Kindern (1950-55) auf 1,0-1,6 Kinder pro Frau zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein (1). Im Zuge des Wandels von agrarischen zu (post)industriellen Gesellschaften sinken die Geburtenraten weltweit sukzessive unter den Generationenersatz von zwei Kindern pro Frau (2). Das Ende des jahrtausendelangen Wachstums der Weltbevölkerung ist deshalb vor der Mitte dieses Jahrhunderts absehbar (3). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Demographie, Ehe u. Familie

Generationenblind und lebensfeindlich

Freitag 26. März 2010 von Prof. Dr. Manfred Spieker


Prof. Dr. Manfred Spieker

Generationenblind und lebensfeindlich

Stellungnahme für die Anhörung des Rechts- und Integrationsausschusses und des Innenausschusses des Hessischen Landtages der 18. Wahlperiode zu den Gesetzentwürfen der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der CDU/FDP bezüglich des Rechtsstatus eingetragener Lebenspartnerschaften im hessischen Landesrecht am 13. Januar 2010.

1. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will mit ihrem Gesetzentwurf (18/949) „die volle rechtliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe“ im hessischen Landesrecht erreichen. Sie hält diese Gleichstellung mit der Begründung, eingetragene Lebenspartner übernähmen „die gleichen Verpflichtungen wie Eheleute“, für „geboten“ (S. 11). Vgl. Punkt 9. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Interview: Das Ziel ist der “neue Mensch”

Dienstag 2. März 2010 von Junge Freiheit


Junge Freiheit

Das Ziel ist der ‘neue Mensch’

Interview der Wochenzeitung “Junge Freiheit” mit Barbara Rosenkranz, Landesministerin des Bundeslandes Niederösterreich. Die Fragen stellte Moritz Schwarz.

Frau Rosenkranz, These eins: Gender Mainstreaming (GM) ist kompliziert und interessiert mich nicht.

Rosenkranz: Falsch, lassen Sie es mich zugespitzt formulieren: Man macht es kompliziert, damit es Sie nicht interessiert. Der Bürger soll es nicht verstehen, damit er sich der Sache nicht in den Weg stellt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Sexualethik

Berufe mit häufiger Kinderlosigkeit

Freitag 19. Februar 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Journalisten, Künstler, Politiker, Sozialwissenschaftler: Berufe, in denen Kinderlosigkeit besonders häufig vorkommt 

Die familienpolitische Debatte dreht sich seit langem um eine Kunstfigur: Die berufliche erfolgreiche Akademikerin (1). Sie verkörpert einerseits den Erfolg der Frauenemanzipation (aufgeklärt, unabhängig etc.) und andererseits den negativen demographischen Trend zur steigenden Kinderlosigkeit. Als der entscheidende Grund für ihren Verzicht auf Kinder gilt die mangelnde Vereinbarkeit von Erwerbsberuf und Familie: Dies nicht nur, weil „mit steigender Bildung auf immer mehr Lohn und Gehalt verzichtet werden muss, sondern auch ein Stück weit auf Selbstverwirklichung, soziale Anerkennung und Lebensfreude. Aus diesem Grund blieben Akademikerinnen in Deutschland häufiger kinderlos als formal geringer qualifizierte Frauen. Um höher qualifizierten Frauen die Entscheidung für Kinder zu ermöglichen, seien sie von „ihrer Erziehungsverantwortung zu entlasten und ihnen dadurch mehr Raum für die eigene Berufstätigkeit zu geben”(2). Praktisch bedeutet dies, dass Kinder von klein auf außerhalb der Familie in Institutionen zu versorgen sind. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Demographie, Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Politik fördert das Konkubinat

Samstag 23. Januar 2010 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Immer mehr Paare leben ohne Trauschein zusammen: Allein zwischen 1996 und 2007 ist die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften (NEL) in Deutschland um rund ein Drittel gestiegen, während die der Ehepaare um rund 5 Prozent zurückging (1). Noch tiefgreifender als in der amtlichen Statistik stellt sich der Lebensformenwandel aus der Perspektive individueller Lebensverläufe dar: Während in der älteren Generation der 1940 Geborenen nur 3 Prozent bis zu ihrem 30. Lebensjahr einmal in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelebt hatten, waren es unter den 1960 geborenen Deutschen schon fast ein Drittel. In der jüngeren Generation setzt sich dieser Trend fort: Unter Dreißigjährige leben mittlerweile häufiger unverheiratet als in einer Ehe zusammen (2). Innerhalb von zwei bis drei Jahrzehnten ist das unverheiratete Zusammenleben für jüngere Paare von der Ausnahme zum Normalfall in Partnerschaftsbiographien und die Heirat ohne vorheriges Zusammenleben von der Regel zur Ausnahme geworden.    Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik