Mittwoch 11. August 2010 von European Info Press
Streit um kirchliche Homo-Segnung in Dillenburg
In Dillenburg, einer mittelhessischen Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern, gehen die Wogen hoch: Die Auseinandersetzungen in evangelischen Gemeinden kreisen um die Frage, ob homosexuellen „Paaren“ eine kirchliche „Segnung“ im Sinne einer Quasi-Trauung gespendet werden darf oder nicht.
Anlaß für die erbitterte Kontroverse, die auch in den Leserbriefspalten der Regionalpresse ausgetragen wird, ist die für den 3. September 2010 vorgesehene Homo-Segnung von Klaus-Achim Wendel (CDU), dem Stadtverordneten-Vorsteher und dessen Lebensgefährten in der evangelischen Stadtkirche durch Pfarrerin Ulrike Schmidt. Standesamtlich sind die beiden Herren bereits „verpartnert“. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik
Dienstag 15. Juni 2010 von Landesbischof Hermann Dietzfelbinger
Das lösende Wort im Augenblick der Krise
Je mehr Einzelnes wir heute vom Menschen wissen, um so weniger wissen wir vom Menschen selber, wer und was er ist: Nackter Affe – oder was sonst? Wer findet das lösende Wort über den Menschen und seine Bildung? Nach Meinung des Naturwissenschaftlers Prof. Illies in Kiel zwingt die naturwissenschaftliche Erkenntnis über den Menschen auf dem Gebiet der Anatomie wie im Bereich der Verhaltensforschung kein anderes Menschenbild als das im 1. Buch der Bibel: der Mensch ist ein Geschöpf, das auf den Anruf Gottes antworten kann. Nicht wenige Naturwissenschaftler, sagt Illies, nehmen deshalb die Genesis zunehmend ernst. Sie begegnen freilich auf ihrem Zug in die Mysterien der Bibel dem Zug der Theologen, die dabei sind, diesen Raum zu verlassen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Theologie
Freitag 30. April 2010 von Johann Hesse
Die Kreuzzüge in historischer und biblischer Perspektive
Warum sich mit den „Kreuzzügen“ beschäftigen?
Es gibt mehrere Gründe, warum es hilfreich ist, sich mit dem Phänomen der Kreuzzüge des Mittelalters auseinanderzusetzen. Zum einen werden die Kreuzzüge immer wieder als Grund dafür genannt, dass Menschen sich gegenüber dem christlichen Glauben verschlossen haben. Zum anderen wird immer wieder der Vorwurf erhoben, die monotheistischen Religionen förderten die Gewalt, insbesondere dann, wenn Sie sich auf den Wortlaut ihrer Schriften beriefen. Die Kreuzzüge des Mittelalters unter Führung der römischen Päpste liefern dann den experimentellen Beleg für diese These. Drittens sind die Kreuzzüge nur auf dem Hintergrund der Entstehung und der raschen Expansion des Islam zu verstehen. Wir leben heute in einer Zeit, in der Kirchen geschlossen und Moscheen gebaut werden. Wir sind erneut herausgefordert, uns mit einem machtvollen und siegesbewussten Islam auseinanderzusetzen. Wir wollen die Reaktion unser Vorfahren auf die islamische Herausforderung anhand der Bibel überprüfen und Schlussfolgerungen für unsere Zeit ziehen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Theologie
Montag 19. April 2010 von Philipp Melanchthon
Wie wir vor Gott fromm und gerecht werden
Anlässlich des 450. Todestages des Reformators Philipp Melanchthon (* 16. Februar 1497 in Bretten; † 19. April 1560 in Wittenberg) veröffentlichen wir einen Auszug des vierten Artikels der Apologie des Augsburger Bekenntnisses (Apologia Confessionis (AC)). Sie wurde maßgeblich von Philipp Melanchthon im Jahr 1531 als Antwort auf die kaiserlich-katholische Confutatio des Augsburger Bekenntnisses von 1530 verfasst. Den vierten Artikel der CA leitete Melanchthon mit folgenden Worten ein:
„Im vierten, fünften und sechsten und hernach im zwanzigsten Artikel verdammen die Widersacher unser Bekenntnis, daß wir lehren, daß die Gläubigen Vergebung der Sünden durch Christum ohne alles Verdienst allein durch den Glauben erlangen, und verwerfen gar trotziglich beides. Erstlich, daß wir nein dazu sagen, daß den Menschen durch ihre Verdienst sollten die Sünden vergeben werden. Zum andern, daß wir halten, lehren und bekennen, daß niemand Gott versöhnt wird, niemand Vergebung der Sünden erlangt denn allein durch den Glauben an Christum. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Theologie
Donnerstag 15. April 2010 von Administrator
Herr
Präses Nikolaus Schneider
Vorsitzender des Rates der EKD
OFFENER BRIEF 24.03.2010
Sehr geehrter Herr Präses Nikolaus Schneider,
angesichts zunehmender Sexualisierung und Brutalisierung im Lande wundert sich niemand, wenn in Schmutzblättern Prostitution geradezu heilig gesprochen wird. Wir evangelische Christen sind jedoch sprachlos, dies in der diakonischen Zeitschrift „Orientierung“ lesen zu müssen: Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Sexualethik
Montag 12. April 2010 von Pastor Jens Motschmann
Evangelische Kirche und Lebensrecht
Vorbemerkung
Bei der Behandlung dieses Themas beschränke ich mich auf das Lebensrecht des ungeborenen Kindes.
„Leben im Sinne der geschichtlichen Existenz eines menschlichen Individuums besteht nach gesicherter biologisch-physiologischer Erkenntnis jedenfalls vom 14. Tag nach der Empfängnis (Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter: Nidation, Individuation) an.” (Dr.jur., Dr.med. Reinhard Wille: Ärztlicher Kommentar zum geltenden Recht der Paragraphen 218/219 Strafgesetzbuch, S. 26) Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Lebensrecht
Mittwoch 24. März 2010 von Administrator
Antje-Marianne Kloht
Die Frage der Frauenordination aus Sicht einer Frau
Eine Ordination zum geistlichen Amt bedeutet Auftrag für autoritatives Lehren und Leiten einer Kirchengemeinde. Es besteht kein Zweifel, dass Frauen gleiche Fähigkeiten haben wie Männer – aber Christen befragen bei allen Entscheidungen in erster Linie Gottes Wort. Dieses ist leider beim Thema Frauenordination etwas durch Emotionen verdeckt, weil es über manche Jahrhunderte – leider auch in der christlichen Gemeinde – eine Unterdrückung der Frau gegeben hat. Doch ein solches falsches Verhalten ist ausschließlich auf die „Herzenshärte“ (Mk. 10,5) und den Unglauben der Männer zurückzuführen und keinesfalls auf die Bibel. Die Gegenreaktion in der Form des modernen Feminismus basiert ebenfalls nur auf Herzenshärte und Unglauben der Frauen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Theologie
Mittwoch 10. März 2010 von Junge Freiheit
Verzweifelter Kampf um das Leben
„Das Grundgesetz garantiert die Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Die parlamentarische Gesetzgebung und die gesellschaftliche Praxis gehen in unserem Land andere Wege”, hieß es in der Einladung zum vom Gemeindehilfsbund in Bad Gandersheim organisierten deutschlandweiten Lebensschutzkongreß. Daß dies nicht nur bloße Behauptungen sind, verdeutlichte am Wochenende auf dem Kongreß vor allem der Osnabrücker Sozialwissenschaftler Manfred Spieker, der zum Thema “Der verleugnete Rechtsstaat – zur Kultur des Todes in Deutschland” sprach und vor den “Tarnkappen” der Politik warnte, durch die der Schutz des ungeborenen Lebens ausgehöhlt werde. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Lebensrecht
Montag 22. Februar 2010 von Pastor Gero Cochlovius
„Fromme Wünsche“ – Die Reformvorschläge der Pia Desideria
»Ins Wasser fällt ein Stein,
ganz heimlich, still und leise,
und ist er noch so klein,
er zieht doch weite Kreise.«
So beginnt ein bekanntes Lied von Manfred Siebald. Und so könnte man auch die Geschichte von Speners wichtigstem Werk, die »Pia Desideria«, zu deutsch: »Fromme Wünsche« nachzeichnen. Ursprünglich war es noch nicht mal als eigene Schrift gedacht, sondern sollte lediglich eine kurze Vorrede zu einer Neuausgabe einer Predigtsammlung Johann Arndts sein. Keiner, am allerwenigsten Spener selbst, konnte ahnen, was für weite Kreise dies kleine Steinchen ziehen würde. Doch die Resonanz war groß. Bald schon mußten die »Pia Desideria – oder Herzliches Verlangen nach gottgefälliger Besserung der wahren Evangelischen Kirche« separat gedruckt werden. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Kirche
Mittwoch 17. Februar 2010 von Administrator
Bischof Walter Obare Omwanza (Evang.-Luth. Kirche von Kenia)
Das Leben wählen!
Ansprache von Bischof Walter Obare Omwanza, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kenia vor dem Rat des Lutherischen Weltbundes in Jerusalem, September 2005.
Ich bin heute hierher zitiert worden um mich gegen die Anklage „unangemessene Einmischung in das Leben einer Schwesterkirche“ zu verantworten, welche „negative Folgen für die Einheit des LWB als ganze Gemeinschaft von Kirchen“ habe. Mein Verhalten vom 5. Februar 2005, als ich der Weihe von Bischof Arne Olsson[1] der Missionsprovinz der Kirche von Schweden vorstand, sei inkompatibel mit meiner Rolle als „Berater des Weltbundes, dem die Verantwortung, die Lutherische Gemeinschaft aufrecht zu erhalten und zu fördern anvertraut ist“. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit, Kirche